22 Okt 2014

Wer ein Haus für sich und seine Familie kauft oder gleich selbst baut, möchte ein gemütliches Heim schaffen, in dem sich alle Bewohner dauerhaft wohlfühlen können. Wenn sich dann aber herausstellt, dass bei dem günstig erworbenen Eigenheim großer Sanierungsbedarf besteht, oder dass sogar der schicke Neubau deutliche Baumängel aufweist, ist die Aufregung zunächst groß.

Schadhafter Putz durch Feuchtigkeit

HausbauWie genau der jeweilige Schaden entstanden ist, wo der Fehler liegt oder an welcher Stelle Handlungsbedarf besteht, können Sanierungsberater jedoch in der Regel schnell feststellen. Ein häufig auftretendes Problem ist zum Beispiel mürber Putz, der zerfällt oder absandet. Wenn Feuchtigkeit im Haus ist – etwa durch aufsteigende Mauerfeuchte, Schäden an der Dachrinne oder sogar am Dach selbst – kann es schnell passieren, dass der Kalkputz morsch wird. Vor allem bei älteren Bauten wird auf diese Weise oftmals das Bindemittel im Putz (also der Kalk, der Gips oder der Zement) ausgeschwemmt. Doch auch bei Neubauten kann es durch Fehler – wie etwa einer falschen Zusammensetzung – geschehen, dass der Putz direkt nach dem Auftragen abzusanden beginnt.

Wenn der Sockelputz bereits schadhaft ist und selbst bei relativ sanften Stößen sofort abbricht, liegt das häufig daran, dass der alte Kalkputz, der direkt mit dem Boden verbunden ist, dauerhaft Wasser aufsaugt und so ausgewaschen wird. Auch Frost kann die Spannungen zwischen dem Sockelputz und der Mauer noch verstärken und die Beschädigungen weiter vorantreiben. Dass das die Gründe dafür sind, weshalb die alte Immobilie bereits derart heruntergekommen aussieht, können Laien allerdings kaum erkennen. Ein erfahrener Sanierungsberater sieht jedoch meist sofort, wodurch der schlechte Zustand des Hauses verursacht wird.

Auch wenn Feuchtflecken an den Innenwänden zu sehen sind, kann dies im Laufe der Zeit zum Problem werden. Schimmelbildung kann – im schlimmsten Fall – dafür sorgen, dass ein Haus nicht mehr bewohnbar ist oder nur mit erheblichem Aufwand saniert werden kann. Ob aufsteigende Erdfeuchte, eine defekte Dachrinne oder etwas ganz anderes die Mauernässe verursacht, kann ein Sanierungsberater meist schnell erkennen, während der (zukünftige) Hausbesitzer lange im Dunkeln tappen würde. Mehr Informationen zu den Ursachen gibt es hier.

Falsche Verarbeitung führt zu Problemen

Auch Baumaterialien, mit denen Bauherren glauben, auf der sicheren Seite zu sein, können langfristig zu Problemen führen, wenn sie falsch verarbeitet, oder nicht gut genug mit dem verwendeten Putz verbunden werden. Bei Temperaturveränderungen oder Feuchtigkeit verhalten sich Materialien wie Holz, Mörtel oder Ziegel jeweils ganz unterschiedlich, wodurch es zu Spannungen kommen kann. Vor allem bei Übergängen von Putz zu Holz oder Metall muss auf ein optimales Mischverhältnis geachtet werden, damit der Putz elastisch bleibt. Trotzdem sollten auch gut verarbeitete Fugen regelmäßig kontrolliert und eventuell erneuert werden.

Beim Hauskauf durch Profi unterstützen lassen

Wer schon vor dem Hauskauf einen Sachverständigen beauftragt, kann derartige Umstände allerdings leicht vermeiden. Gerade wer sich selbst nicht gut genug auskennt, um eventuelle Mängel und Schäden zu erkennen und ihre Bedeutung richtig einzuordnen, sollte besser einen Profi an seiner Seite haben, der ihn dabei unterstützt. Auf diese Weise können Käufer meist bares Geld sparen: Entweder, indem sie den Kaufpreis aufgrund der aufgedeckten Probleme deutlich senken, oder indem eine zu stark beschädigte Immobilie gar nicht erst erworben wird.


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